Hüfte

Ursachen – Symptome – Therapie von Hüftschmerzen

Hüftbeschwerden und insbesondere die Hüftgelenksarthrose sind eine Volkskrankheit mit mehreren Millionen Leidenden alleine in Deutschland. Die Ursachen reichen von Verletzungen nach Unfällen über Arthrose und funktionelle Beschwerden bis hin zu Infektionen, Stoffwechselerkrankungen, Hüftdysplasien und Impingement-Syndromen.

Diese Übersicht zeigt die häufigsten Ursachen von Hüftschmerzen:

  • Arthrose
  • Schleimbeutelentzündung
  • Schnappende Hüfte – Coxa saltans
  • Hüftimpingement
  • Infektionen
  • Neuralgien
  • Osteoporose
  • Hüftkopfnekrose
  • Rheuma – Arthritis
  • Gefäßerkrankungen

Arthrose

Ursache:
Die häufigste Ursache für chronische Hüftschmerzen ist die Arthrose. Auslöser sind vor allem altersbedingter Verschleiß, Verletzungen am Hüftgelenk, angeborene Fehlstellungen (Hüftdysplasie) oder Folgewirkungen von Stoffwechselkrankheiten.

Symptome:

Typisch für die Hüftarthrose ist der Anlaufschmerz, also ein Schmerz ab dem ersten Schritt der nach einigen Schritten wieder nachlässt. Typisch sind Leistenschmerzen, die sogar bis ins Kniegelenk ausstrahlen können. Bei Fortschreiten der Arthrose kommt es auch zu Ruheschmerzen. Typisch ist auch eine zunehmende Bewegungseinschränkung.

Schleimbeutelentzündung – Bursitis

Ursache:

Die häufigste Ursache ist die mechanische Überlastung, gefolgt von Stoffwechselerkrankungen wie Gicht und Rheuma als Ursache für eineSchleimbeutelentzündung an der Hüfte (Bursitis trochanterica).

Symptome:

Typisch sind vor allem bewegungsabhängige, ziehende oder stechende Schmerzen über dem großen Rollhügel des Oberschenkelknochens (Trochanter major). Die Beschwerden ziehen auch häufig tiefer in das Bein und imitieren Ischias-Beschwerden.

Schnappende Hüfte (Coxa saltans)

Ursache:

Die sogenannte schnappende Hüfte bezeichnet ein in der Regel harmloses Sehnenschnapp-Phänomen bei Beuge- und Streckbewegungen in der Hüfte. Ursächlich ist eine Dysbalance der Sehnen des seitlichen Oberschenkels bei Bewegung am großen Rollhügel, wodurch die Sehnen über diesen Springen.

Symptome:

Eine schnappende Hüfte verursacht normalerweise nur geringe Schmerzen. Als störend oder beunruhigend wird vor allem Hüftschnappen empfunden.

Hüftimpingement

Ursache:

Ursächlich für das Hüftimpingement ist eine Formveränderung von Hüftkopf und Schenkelhals des Oberschenkelknochens. Der Schenkelhals ist zu breit und zu kurz. Beim Beugen, Heranführen und Innenrotieren des Oberschenkels schlägt er am vorderen Pfannendach an: Hüftimpingement (engl. „to impinge“ für „anschlagen“). Hierdurch entstehen über die Jahre Knochen- und Knorpelschäden mit Ausbildung einer Arthrose.

Symptome:

Das Hüftimpingement äußert sich durch bewegungsabhängige Leistenschmerzen. Typisch sind Beschwerden beim Beugen, Heranführen und Innenrotieren des Oberschenkels.

Hüftkopfnekrose

Ursache:

Bei einer Hüftkopfnekrose stirbt aufgrund einer Minderdurchblutung Knochengewebe am Hüftkopf ab es kommt zum Knocheninfarkt. Es kommt zum Einbruch und zur Verformung des Hüftkopfs. Hierdurch wird die Entstehung einer Hüftarthrose deutlich beschleunigt.

Symptome:

Typisch sind plötzlich einsetzende Leistenschmerzen mit reduzierter Beweglichkeit die zu Beginn tolerabel sind und im Verlauf vor allem nach Einbruch des Hüftkopfes deutlich zunehmen.

Rheuma – Arthritis

Ca. 1.500.000 Menschen in Deutschland leiden unter Rheuma, bzw. einer Erkrankung des rheumatischen Formenkreises. Es handelt sich hierbei um eine chronische Entzündungserkrankung durch eine Störung des Immunsystems, durch welche körpereigene Strukturen des Bewegungsapparates angegriffen werden. Es handelt sich also um eine Autoimmunkrankheit. Sind zahlreiche Genvarianten beschrieben die mit verschiedenen Rheuma-Erkrankungen korrelieren, die genaue Ursache ist jedoch unbekannt.

Symptome:

Durch chronische Entzündungen kommt es zu Gelenkentzündungen mit Gelenkschmerzen und Schwellungen. Im Verlauf können sich die betroffenen Gelenke verformen. Typisch ist eine Morgensteifigkeit der Gelenke, die sich ebenfalls durch Bewegung allmählich bessert. Neben den Gelenken können auch die Wirbelsäule und auch Organe betroffen sein.

Therapie bei Hüftschmerzen

Um die genaue Ursache der Kniebeschwerden festzustellen, sind ein ausführliches Anamnesegespräch, sowie eine sorgfältige klinische Untersuchung unerlässlich. Ergänzend unterstützen wir Sie bei der Veranlassung aller nötigen Untersuchungsverfahren: Ultraschall und Röntgen werden bei uns durchgeführt, zeitnahe CT oder MRT-Termine werden wir gerne für Sie vereinbaren. Nach der Diagnose wird ein individuelles Therapiekonzept für Sie erstellt. Wir versuchen stets alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten auszuschöpfen. So lassen sich die meisten Beschwerden lindern. Erst wenn die konservative Therapie ausgeschöpft ist wird eine operative Therapie in Betracht gezogen.

Konservative Therapie

Ziel ist die schnelle Linderung der Beschwerden und die Prävention von Folgeschäden. Wir setzen dazu minimalinvasive Verfahren zur Schmerztherapie und Entzündungshemmung ein, die mit Krankengymnastik und physikalischen Maßnahmen ergänzt werden. Auch orthopädische Hilfsmittel wie Schuheinlagen und spezifische Hilfsmittel werden wir über unser Netzwerk rasch für Sie organisieren. Ein relativ neuer Therapieansatz bei Arthrose ist die Behandlung mit körpereigenem Serum, das aus dem Blut des Patienten gewonnen und direkt an die betroffene Stelle beziehungsweise das Gelenk injiziert wird. Bei Vorstufen der Arthrose, wo der Knorpel angegriffen ist, aber die Arthrose noch nicht ausgeprägt ist kann Hyaluronsäure zur Verbesserung der Gelenk-Gleitfähigkeit injiziert werden.

Ein vielversprechender Ansatz ist die Stoßwellen Therapie. Wir verfügen über die neusten und effektivsten Geräte für die Stoßwellentherapie.

Operative Therapie

Welches operative Verfahren indiziert ist  hängt von der zugrunde liegenden Ursache der Beschwerden ab.  Die Verfahren reichen von minimal-invasiven Therapien bis hin zum Gelenkersatz bei einer fortgeschrittenen Arthrose der Hüfte (Coxarthrose).

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