Schulter

Ursachen – Symptome – Therapie von Schulterschmerzen

Schulterschmerzen sind ein häufiges Leiden in Deutschland das verschiedenste Ursachen haben kann. Bei chronischen Schmerzen in der Schulter sind eine Entzündung des Schleimbeutels, eine Arthrose des Schultergelenks, eine Kalkschulter oder ein Impingement-Syndrom mögliche Ursachen.

Häufigste Ursachen von Schulterschmerzen und deren wichtigsten Symptome:

  • Ausstrahlende Schmerzen
  • Rotatorenmanschette – Sehnenverletzung oder Riss
  • Schleimbeutelentzündung – Bursitis
  • Schulterarthrose
  • Kalkschulter
  • Impingement-Syndrom

Formen von Schulterbeschwerden

Ausstrahlende Schmerzen

Ursache

Unter ausstrahlenden Schmerzen versteht man Schmerzen die nicht primär in der Schulter entstehen, sondern durch Nervenreizung entstehen. Ursächlich können sein: Nervenentzündungen, Nerveneinklemmungen oder ein Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule.

Symptome

Die Schmerzen können bis in die Finger ausstrahlen und mit Sensibilitätsstörungen und Muskellähmungen einhergehen.

Rotatorenmanschette – Sehnenverletzung oder Riss

Ursache

Die Rotatorenmanschette setzt sich aus den vier Sehnen der den Oberarmkopf-umgreifenden Muskulatur zusammen.

Ist eine Teil davor verletzt spricht man von einer Rotatorenmanschettenruptur. Durch degenerative Prozesse sind im höheren Alter solche Risse häufig. Bei jüngeren Menschen entstehen sie durch Sportverletzungen oder langjährige Überkopfarbeit.

Symptome

Typisch sind bewegungsabhängige Schmerzen am Schultergelenk und vor allem aber Bewegungseinschränkungen mit Kraftminderung. Beispielsweise ist das seitliche Anheben des Armes nicht mehr oder nur unter starken Schmerzen möglich.

Schleimbeutelentzündung – Bursitis

Ursache

Wie jedes Gelenk enthält auch das Schultergelenk zahlreiche Schleimbeutel, die vor allem das Gleiten von Sehnen und Bändern verbessern aber auch eine Stoßdämpferfunktion haben. Bei sportlicher Betätigung sind sie hohen Belastungen ausgesetzt und können sie sich leicht entzünden (Bursitis). Bevorzugt sind auch Personen, die auf Knien arbeiten, wie Fliesen- und Bodenleger. Auch durch einen Unfall mit Anprall der Schulter kann es zur Schleimbeutelentzündung kommen.

Symptome

Bei einer Schleimbeutelentzündung treten die in der Regel stechende Schmerzen auf und zeigen sich beispielsweise bei bestimmten Bewegungen, wie beim Heben des Armes. Bei fortdauernder Belastung verstärken sich die Schmerzen und strahlen weiter in den Arm aus.

Schulterarthrose

Ursache

Die Schultergelenksarthrose bildet sich durch Verschleiß des Gelenkknorpels. Im Verlauf reiben die Schulterknochen aneinander, da der Knorpel als Schutzschicht verloren gegangen ist. Schulterverletzungen, Rotatorenmanschettenläsionen, Instabilitäten oder Stoffwechselstörungen können die Arthrsebildung begünstigen.

Kalkschulter

Ursache

Bei einer Kalkschulter wandelt sich das Sehnengewebe der Rotatorenmanschette durch lokale Durchblutungsstörungen zu Faserknorpelgewebe um – im weiteren Verlauf lagert der Körper dort zunehmend Kalk ein. Meistens tritt eine Kalkschulter im Alter von 30 bis 55 Jahren erstmals auf und Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Symptome

Viele Betroffene leben zunächst mit einer Kalkschulter, ohne es zu bemerken, denn der Krankheitsverlauf ist oft still und unauffällig. Im späteren Stadium kann es jedoch relativ plötzlich zu schubhaften, stark stechenden Schulterschmerzen kommen, die Betroffene in ihrer Beweglichkeit einschränken.

Impingement-Syndrom

Ursache

Beim Impingement-Syndrom (engl. „to impinge“ für „anschlagen“) schlägt der Oberarmkopf bei Bewegung an das Schulterdach. Ursächlich ist eine Enge mit Reizung und Degeneration von Sehnen und Schleimbeutel unter dem Schulterdach.

Symptome

Die Schmerzen in der Schulter treten beim Impingement vor allem in bestimmten Situationen auf – vor allem bei Überkopfarbeiten, sowie bei seitlichem Abspreizen des Arms. Typisch ist auch ein Nachtschmerz.

Therapie bei Schulterschmerzen

Diagnostik

Um die genaue Ursache der Schulterbeschwerden festzustellen, sind ein ausführliches Anamnesegespräch, sowie eine sorgfältige klinische Untersuchung unerlässlich. Ergänzend unterstützen wir Sie bei der Veranlassung aller nötigen Untersuchungsverfahren: Ultraschall und Röntgen werden bei uns durchgeführt, zeitnahe CT oder MRT-Termine werden wir gerne für Sie vereinbaren. Nach der Diagnose wird ein individuelles Therapiekonzept für Sie erstellt. Wir versuchen stets alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten auszuschöpfen. So lassen sich die meisten Beschwerden lindern. Erst wenn die konservative Therapie ausgeschöpft ist wird eine operative Therapie in Betracht gezogen.

Konservative Therapie

Ziel ist die schnelle Linderung der Beschwerden und die Prävention von Folgeschäden. Wir setzen dazu minimalinvasive Verfahren zur Schmerztherapie und Entzündungshemmung ein, die mit Krankengymnastik und physikalischen Maßnahmen ergänzt werden. Auch orthopädische Hilfsmittel werden wir über unser Netzwerk rasch für Sie organisieren. Ein relativ neuer Therapieansatz bei Arthrose ist die Behandlung mit körpereigenem Serum, das aus dem Blut des Patienten gewonnen und direkt an die betroffene Stelle beziehungsweise das Gelenk injiziert wird. Bei Vorstufen der Arthrose, wo der Knorpel angegriffen ist, aber die Arthrose noch nicht ausgeprägt ist kann Hyaluronsäure zur Verbesserung der Gelenk-Gleitfähigkeit injiziert werden.

Ein vielversprechender Ansatz bei Kalkschulter, Schleimbeutelentzündung und muskulären Verletzungen ist die Stoßwellentherapie. Wir verfügen über die neusten und effektivsten Geräte für die Stoßwellentherapie.

Operative Therapie

Welches operative Verfahren indiziert ist  hängt von der zugrunde liegenden Ursache der Beschwerden ab.  

Erst wenn die Beschwerden mit konservativen Therapiemethoden nicht ausreichend gebessert werden können, sollte man operative Maßnahmen in Betracht ziehen. Die meisten Veränderungen können durch die minimal-invasive Gelenkspiegelung (Schulterarthroskopie) therapiert werden. Mit dieser Methode lassen sich zum Beispiel ein entzündeter Schleimbeutel oder Kalkablagerungen bei einer Kalkschulter entfernen. Bei der fortgeschrittenen Schultergelenksarthrose ist der offene Gelenkersatz indiziert.

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