Osteoporose

Ursachen – Symptome – Therapie

Osteoporose ist eine der verbreitetsten Volkskrankheit in Deutschland. Osteoporose kann vielfältige Ursachen haben. Es sind jedoch vor allem Frauen in der Menopause betroffen.

Der Knochenabbau schreitet bei Osteoporose schneller voran als der Knochenaufbau. Dadurch kommt es zu einer zunehmenden Bruchanfälligkeit. Dieser Prozess ist bislang nicht umkehrbar, jedoch kann das Fortschreiten der Osteoporose verlangsamt und damit das Risiko für Brüche gemindert werden. Im Folgenden werden Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten der Osteoporose besprochen.

Für den ben beschriebenen Knochenauf- und Abbau sind zwei verschiedene Zelltypen verantwortlich: Die sogenannten Osteoklasten bauen Knochenmatrix ab. Ihre Kontrahenten, die Osteoblasten, sorgen für die Neubildung von Knochen. Bis zum Alter von ca. 30 Jahren nimmt die Knochenmasse konstant zu und erreicht ihren Höhepunkt. Mit zunehmendem Alter kippt diese Balance in die Gegenrichtung – der Knochenabbau überwiegt. Es kommt zur Osteopenie und Osteoporose.

  • Ursachen von Osteoporose
  • Symptome von Osteoporose
  • Was ist eine  Vertebroplastie?
  • Was ist eine Kyphoplastie?

Ursachen von Osteoporose

Ursächlich sind vor allem genetische Faktoren und Störungen des Hormonhaushalts, wodurch Frauen im Vergleich zu Männern ein deutlich höheres Risiko haben an Osteoporose zu erkranken. Hauptgrund ist, dass durch die Wechseljahre ein Mangel des Geschlechtshormons Östrogen entsteht.

Auch andere Erkrankungen wie Verdauungsstörungen oder ein Schilddrüsenhormonmangel können die Entstehung einer Osteoporose begünstigen.  

Symptome von Osteoporose

Symptome zeigen sich bei der Osteoporose erst spät – dann aber durch einem überraschenden Knochenbruch. Da die Knochen an Dichte verlieren und somit dünner und brüchiger werden, können Brüchen dann sogar bei eigentlich ungefährlichen Bewegungen auftreten. Besonders gefährdet sind die Wirbelsäule oder die Oberschenkelhals Region.

Statistisch erleidet jede zweite Frau im Alter von über 50 Jahren einen Osteoporose bedingten Knochenbruch. Die Erkrankung tritt bei Männern wesentlich seltener und später auf. 

Ebenso kann eine unbehandelte Osteoporose auch ohne Knochenbruch zu anhaltenden Rückenschmerzen und einer zunehmender Rundrücken Bildung („Witwenbuckel“)  mit abnehmender abnehmender Körpergröße führen.

Wie wird Osteoporose behandelt?

Da Osteoporose bislang nicht heilbar ist eine frühzeitige Diagnose und Behandlung umso wichtiger.

Zur Diagnosenstellung der Osteoporose ist eine Knochendichtemessung (DXA / DEXA / qCT) nötig.

Liegt eine Minderung der Knochenmasse, bzw. eine Osteoporose vor, sollte die Osteoporose-Therapie alle ein bis zwei Jahre mit einer erneuten Knochendichtemessung kontrolliert werden.

Konservative Therapie

Die Osteoporose-Therapie richtet sich nach dem Messergebnis der Knochendichtemessung. Bei Osteopenie, der Vorstufe der Osteoporose reicht oftmals eine konservative Behandlung mit Calzium und Vitamin-D reicher Ernährung aus. Bei milder Osteoporose kommen Medikamenten zum Einsatz um eine Linderung herbeizuführen und ein Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Die Therapie erfolgt nach einem Stufenschema. Ergänzend sollten gezielte Gymnastik und eine Ernährungsumstellung durchgeführt werden.

Wenn es bereits zum Knochenbruch an der Wirbelsäule gekommen ist: Minimalinvasive Osteoporose-Therapie

Bei der Vertebroplastie lassen sich gebrochene und deformierte Wirbelkörper wieder aufrichten und stabilisieren. Ist der Wirbelkörper stark deformiert wird eine Ballon-Kyphoplastie durchgeführt. Hierfür genügen kleinste Schnitte um die Punktionsnadel durch welche der den Knochen stabilisierende Knochenzement eingebracht wird.Medizinische Grafik: Mikrochirurgische Injektion von Knochenzement (Kyphoplastie)

Das Verfahren ist sehr schonend und nur ein kurzer Klinikaufenthalt notwendig. Meist sind die Bruchschmerzen unmittelbar gebessert und auf Schmerzmittel kann im Anschluss verzichtet werden. Ein Korsett ist eben nicht mehr notwendig. Alltagstätigkeiten sind nach der Entlassung bald wieder möglich.

Bei der Vertebroplastie wird der Wirbelkörper durch Einspritzen von Knochenzement in den Wirbelkörper stabilisiert. Der betroffenen Wirbelkörper wird durch eine dünne Punktionsnadel unter Röntgenkontrolle erreich. Der Wirbelkörper gilt in Fachkreisen wird durch de Knochenzement dauerhaft stabilisiert. Die Beweglichkeit der Wirbelsäule bleibt erhalten.

Was passiert bei der Ballon Kyphoplastie?

Beim der (Ballon-)Kyphoplastie wird der Wirbelkörper mittels eines durch die Punktionsnadel eingebrachten Ballons vor der Zementeinspritzung aufgerichtet. Der dadurch entstandene Hohlraum wird mit Knochenzement aufgefüllt.

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